Wussten Sie schon?

Dass es heutzutage möglich ist, das Therapiekonzept individuell auf die Bedürfnisse der Patienten abzustimmen?

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Home >Wenn Sie schon länger mit Morbus Bechterew leben > Was geschieht, wenn sich meine Krankheit verschlechtert?

Wie wird ein Fortschreiten der Krankheit erkannt?

Was geschieht, wenn sich der Krankheitszustand verschlechtert?

Morbus Bechterew hat viele Gesichter - typisch ist ein Krankheitsverlauf in Schüben: Die Mehrzahl der Morbus Bechterew-Betroffenen erlebt akute Schmerzepisoden und Phasen mit einem Abklingen der Symptome. Andere haben anhaltend Schmerzen und wieder andere berichten, dass die Krankheit nach Jahren zur Ruhe gekommen ist.

Weil sich Morbus Bechterew bei jedem Patienten anders entwickelt, ist es wichtig, sich regelmäßig vom Rheumatologen untersuchen zu lassen, um den Krankheitsverlauf zu überwachen.

Mit verschiedenen Untersuchungen kann Ihr Rheumatologe den Schweregrad und die Aktivität Ihrer Erkrankung sowie die Wirksamkeit der aktuellen Behandlung beurteilen. Unterstützen Sie ihn dabei, indem Sie Ihre Symptome genau beobachten und notieren. Mit dem "Symptom-Barometer" können Sie Ihre Krankheitsaktivität dokumentieren und den Verlauf darstellen.

Falls Ihre Behandlung nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt, können Sie gemeinsam mit Ihrem Rheumatologen das Therapiekonzept weiterentwickeln, um das Fortschreiten besser kontrollieren und Komplikationen vermeiden zu können.

Kann Morbus Bechterew andere Gelenke betreffen?

Ja. Obwohl Morbus Bechterew hauptsächlich durch die Entzündung der Wirbelsäule bekannt ist, können auch in anderen Gelenken - insbesondere in Hüften, Knien, Schultern und Knöcheln - Schmerzen und Schwellungen auftreten. Tatsächlich kann jedes Gelenk betroffen sein.

Ebenso wie bei der Wirbelsäule werden Schmerz und Schwellung nach der Behandlung normalerweise abklingen. Dann ist es wichtig, Bewegungsübungen für den betroffenen Bereich durchzuführen.

Kann Morbus Bechterew andere Krankheiten begünstigen oder können auch andere Organe betroffen sein?

Ja, bei Patienten mit Morbus Bechterew können folgende Erkrankungen beobachtet werden:

  • Hauterkrankungen (Psoriasis). Zu den charakteristischen Kennzeichen der Psoriasis (Schuppenflechte) gehören Schuppenbildung und entzündliche Rötungen auf Haut und Kopfhaut sowie eine häufig beobachtete Veränderung der Nägel.
  • Augenentzündungen (Iritis oder Uveitis). Morbus Bechterew kann zu Entzündungen der Iris (Regenbogenhaut) und der mittleren Augenhaut (Uvea) führen, über welche die Iris mit der Außenwand des Auges verbunden ist. 40 % der Bechterew'ler entwickeln eine Iritis oder Uveitis, meist häufiger als einmal. Typischerweise ist bei einer akuten Iritis nur ein Auge betroffen, selten beide Augen gleichzeitig. Wenn das Sichtfeld leicht verschwommen ist, kann dies ein erster Hinweis auf eine Augenentzündung sein. Die Hauptsymptome sind allerdings Schmerzen, Lichtempfindlichkeit und gerötete, blutunterlaufene Augen. In diesem Fall sollte umgehend ein Augenarzt aufgesucht werden. Die Information über die Diagnose Morbus Bechterew ist für den Augenarzt wichtig. Merke: Schmerzen in den Augen sind so lange eine Augenentzündung, bis der Augenarzt das Gegenteil diagnostiziert.
  • Entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa). Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind mit Morbus Bechterew verwandte Krankheiten, werden aber nicht dadurch verursacht. Die Leitsymptome der entzündlichen Darmerkrankungen sind Bauchschmerzen und Durchfall, häufig verbunden mit Fieber und Gewichtsverlust.
  • Geringe Knochendichte (Osteoporose). Im Zusammenhang mit Morbus Bechterew kann bei einigen Patienten Osteoporose auftreten. Die Osteoporose ist häufig symptomlos. Es kann jedoch zu Knochenbrüchen ohne erkennbare Ursache (Spontanfraktur) kommen und daraus resultierenden Fehlhaltungen sowie Knochenschmerzen. Die konsequente, tägliche Krankengymnastik sowie Sport beugen der Osteoporose vor. Zusätzlich sind eine abwechslungsreiche Ernährung und der Verzicht auf Nikotin und Alkohol weitere Möglichkeiten, mit denen die Betroffenen ihren Knochen helfen können.



Falls Sie irgendeines der oben genannten Symptome an sich beobachten, sollten Sie mit Ihrem Rheumatologen darüber sprechen. Möglicherweise kann eine Anpassung der Morbus Bechterew-Therapie dabei helfen, diesen Krankheitsbildern zu begegnen.

Nutzen Sie diesen Fragebogen, um Ihre Symptome immer wieder über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Das wird Ihnen bei den Gesprächen mit Ihrem Arzt helfen.

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