Wussten Sie schon?

Dass es heutzutage möglich ist, das Therapiekonzept individuell auf die Bedürfnisse der Patienten abzustimmen?

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Behandlungsoptionen

Was gibt es Neues in der medikamentösen Therapie?

Morbus Bechterew ist nach aktuellem Stand der Wissenschaft zwar nicht heilbar, aber gut behandelbar; der weitere Verlauf lässt sich ganz entscheidend mit Übungen und Medikamenten beeinflussen.
Je nach Schweregrad und bisherigem Verlauf der Erkrankung stehen für die Therapie des Morbus Bechterew folgende Gruppen von Medikamenten zur Verfügung:

  • NSAR - nichtsteroidale Antirheumatika (=kortisonfreie Antirheumatika)
  • TNFα-Blocker
  • Glukokortikoid-Präparate
  • Basistherapeutika (bei peripherer Gelenkbeteiligung)
  • Analgetika


TNFα-Blocker stellen die Neuerung der letzten Jahre dar:

TNFα-Blocker wurden entwickelt, um die Entzündung zu bekämpfen, das Fortschreiten der Krankheit zu bremsen und die Symptome innerhalb kurzer Zeit einzudämmen. Diese Medikamente wirken über das Immunsystem des Körpers und blockieren den körpereigenen, aber bei der Erkrankung im Überfluss produzierten Botenstoff Tumornekrosefaktor alpha (TNFα). So können Mechanismen gestoppt werden, die Entzündungen verursachen und verstärken. Es kann zu einer schnellen Linderung der Schmerzen kommen und die Beweglichkeit der Wirbelsäule sowie die allgemeine Leistungsfähigkeit können maßgeblich gebessert werden. Falls entzündliche Veränderungen an anderen Gelenken oder an den Sehnenansätzen zu Beschwerden führen, können diese Symptome ebenfalls positiv beeinflusst werden. Erste Therapieeffekte können z. T. bereits innerhalb von 2 Wochen beobachtet und der erzielte Erfolg durch regelmäßige Behandlung aufrechterhalten werden.

TNFα-Blocker können auch auf mögliche Begleiterkrankungen wie Plaque-Psoriasis (Schuppenflechte) und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) wirken.

Weitere Informationen zu den anderen, oben genannten Medikamenten finden Sie hier.

Suchen Sie in jedem Fall das Gespräch mit Ihrem Arzt. Er wird Sie über die verschiedenen medikamentösen Therapiemöglichkeiten und eventuell auftretende Nebenwirkungen aufklären.

Nutzen Sie diesen Fragebogen, um Ihre Symptome immer wieder über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Das wird Ihnen bei den Gesprächen mit Ihrem Arzt helfen.

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