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Wie erhalte ich eine gesicherte Diagnose?

Bei Beschwerden ist Ihr Hausarzt Ihr wichtigster Ansprechpartner. Den Beginn eines Morbus Bechterew als solches zu erkennen stellt eine große Herausforderung dar. Da die anfänglichen Beschwerden uncharakteristisch sein und Rückenschmerzen viele Ursachen haben können, wird der Morbus Bechterew häufig erst spät erkannt.
Dauern stärkere Beschwerden an Gelenken, Muskeln oder Knochen über einen längeren Zeitraum an, bagatellisieren Sie diese bitte nicht. Der Verdacht einer rheumatischen Erkrankung sollte in diesem Fall überprüft werden. Besteht der Verdacht eines Morbus Bechterew (siehe Bechterew-Check) wird Ihr Hausarzt Sie möglicherweise zur weiteren Abklärung zu einem Facharzt überweisen - Rheumatologen sind auf die Diagnose und Therapie von chronischen Krankheiten des Bewegungsapparates spezialisiert. Mithilfe der Suchfunktion können Sie nach einem Rheumatologen in Ihrer Nähe suchen.

Was erwartet mich beim Rheumatologen?

Zur Diagnosestellung gehört zunächst eine ausführliche Patientenbefragung, eine körperliche Untersuchung mit Messung der Beweglichkeit und bildgebende Verfahren. Auch Laboruntersuchungen werden zur Diagnosefindung durchgeführt - ein wichtiges Ergebnis bei Verdacht auf Morbus Bechterew betrifft den genetischen Marker HLA-B27; etwa 95% der Morbus Bechterew-Patienten sind "positiv", d.h. HLA-B27 ist im Blut nachweisbar. Ähnlich wie bei Blutgruppen ist jeder Mensch sein ganzes Leben lang entweder HLA-B27 positiv oder negativ.

Im Folgenden finden Sie einige Beispielfragen, die Ihr Arzt wahrscheinlich zu Ihren Schmerzen stellen wird:

  • Wo haben Sie Schmerzen?
  • Wann traten die Schmerzen zum ersten Mal auf?
  • Ist der Schmerz plötzlich vorhanden, ist er immer da, entwickelt er sich allmählich oder ist er an bestimmte Tageszeiten gebunden?
  • Tritt der Schmerz bevorzugt bei Bewegung/Belastung oder eher bei Ruhe auf?
  • Bessern sich die Schmerzen unter Bewegung?
  • Können Sie aufgrund der Schmerzen nachts nicht mehr durchzuschlafen und/oder fühlen Sie sich morgens wie gerädert, da Ihnen der Schlaf nicht die nötige Erholung bietet?
  • Wie beeinflusst der Schmerz die Ausübung Ihrer Alltagsaufgaben?


Nutzen Sie den Termin bei Ihrem Rheumatologen, um alles über Morbus Bechterew zu erfahren. Bereiten Sie sich auf das Gespräch vor, und notieren Sie idealerweise Ihre Fragen, damit Sie nichts vergessen. Mögliche Fragen können sein:

  • Werden Blutuntersuchungen oder Röntgenaufnahmen gemacht?
  • Welche Medikamente werden Sie mir verschreiben?
  • Um welche Art von Medikamenten handelt es sich dabei? Sind es Schmerzmittel? Sind es Entzündungshemmer?
  • Wann kann ich mit einer Besserung meiner Symptome rechnen?
  • Wenn dieses Behandlungsschema nicht anschlägt, was ist die nächste Option?
  • Wie werden Sie den Krankheitsverlauf oder das mögliche Auftreten von Nebenwirkungen überwachen?
  • Wie kann ich selbst aktiv werden, um die Therapie positiv zu unterstützen?
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